125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Grainet

Die Freiwillige Feuerwehr Grainet darf sich glücklich schätzen eine ausgezeichnete Chronik zu besitzen, in der die Anfangsgeschichte der Wehr sehr genau aufgezeichnet ist.

August Botschafter, geboren 1856 war Hauptlehrer in Grainet und wurde wegen seines Wissens und seiner beruflichen Stellung am 13.07.1919 zum stellvertretenden Bezirks-Kommandanten ernannt. Botschafter, der die Chronik ab 01.01.1891 schrieb, verstarb am 05.06.1932, kurz, nachdem er den 39. Brand der Graineter Wehr aufgezeichnet hatte.

August Bothschafter
Geb. 1859    gestorben 1932
(Aquarell von Brigitte Hannig)

Aus der Chronik von August Bothschafter

Schon im Jahre 1830 erkannten die Bewohner von Untergrainet, dass es nächst der Hilfe Gottes unbedingt nötig sei, der Feuersgefahr, dem rasenden Element mit wirksamen Waffen zu begegnen. Das Ergebnis dieser Erkenntnis war, dass im bezeichneten Jahre 1830 gemeinschaftlich eine vierräderige Druckspritze um den Preis von 6oo Gulden gekauft wurde, die in Deggendorf hergestellt wurde.

erste Druckspritze

Eine Feuerwehr im heutigen Sinne jedoch bestand damals nicht, es eilte im Brandfall eben alt und jung zur Spritze. Es bedeutete schon einen großen Fortschritt im Feuerwehrwesen, als man am 27. September 1876 bzw. 30. Dezember 1876 das königliche Bezirksamt Wolfstein durch eine polizeiliche Feuerlöschordnung mehr Ordnung in das Feuerlöschwesen brachte. Durch diese beiden Erlasse wurden die Pflichtfeuerwehren ins Leben gerufen. Die vernünftigeren und jüngeren Teile dieser Pflichtfeuerwehrmannschaften kamen alsbald zu der Überzeugung, dass freiwilliger Eifer und Fleiß der Sache mehr nützen als aufgedrungene Pflicht.

Am 23. Juni 1878 sollte für die Freiwillige Feuerwehr Grainet das längst ersehnt Morgenrot dämmern. Am genannten Tage war Inspizierung der Pflichtfeuerwehr, vorgenommen durch Bezirksamtmann Ronner. Dieser stellte zum Schluß der Inspizierung die Anfrage, ob nicht die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr gewünscht werde. Hierauf äußerten sich einige neuerungsfeindliche Personen, dass sie die Pflichtfeuerwehr beibehalten wissen wollen. Diese veraltete Ansicht rief unter den vernünftig Denkenden einen Sturm der Entrüstung hervor. Der damalige um das Feuerwehrwesen wohlverdiente Metzgermeister Georg Dafinger erwiderte: „Nicht eine Pflichtfeuerwehr wollen wir, sondern der Freiwilligen Feuerwehr wollen wir in Zukunft angehören.

Welche es mit mir halten, treten an meine Seite. „Sofort trat fast die gesamte Mannschaft (29 Mann) mit Ausnahme weniger – an die Seite Dafingers. Am gleichen Tage wurde die Wahl der Chargenmannschaft durchgeführt, bei welcher als erster Hauptmann der Gaswirt Josef Schwarz und als dessen Adjutant der Metzgermeister Georg Dafinger gewählt wurde. Der Verein erstarkte von Jahr zu Jahr immer mehr und galt alsbald als eine der tüchtigsten Freiwilligen Feuerwehren des Amtsbezirks Wolfstein. Im Jahre 1888 wurde vom Gemeindeausschuss unter dem der Feuerwehrsache sich warm annehmende Bürgermeister Josef Hohenwarter aus der Fabrik Julius Braun in Nürnberg eine neue Löschmaschine (Saug- und Druckspritze) bestellt. Diese kam samt 100 Meter Schläuche auf 2.096 Mark zu stehen.

Saug- und Druckspritze

Der obere Teil des Dorfes litt immer an einem besonderen Wassermangel im Feuersfalle, deswegen wurde im oberen Teil des Dorfes am Pfarrhof eine steinere Wasserreserve zu Gesamtkosten von 1.350 Mark errichtet – der heutige Josephsbrunnen.

Josephsbrunnen

Eine größere Löschwasserreserve wurde während des Zweiten Weltkrieges von französischen Kriegsgefangenen als offene Wasserzisterne neben der Gemeindekanzlei errichtet. Bei der Dorfsanierung wurde diese zugefüllt.
Auch wurde für die beiden Spritzen ein Requisitenhaus (Feuerlöschgerätehaus) in Akkordvergabe an die Firma Bauer in Grainet zum Zuschlag von 1.200 Mark errichtet

Erstes Feuerwehrgerätehaus
(Anbau an der Nikolauskirche)

Zur Finanzierung dieser großen Projekte wurde vom Gemeindeausschuss die Annahme des Bierpfennigs und ein sogenannter Lokalmalzbieraufschlag eingeführt. Dieser fand für Feuerlöschzwecke Verwendung und hatte Kraft Gesetz bis 1930 in der Gemeinde Gültigkeit. Im Jahre 1891 wurde die Vorstandschaft von der Hauptmannsstelle wegen anfallender Mehrarbeit getrennt und als erster Vorstand der Brauer Josef Dafinger sowie als Hauptmann der Metzgermeister Georg Dafinger gewählt. Der Verein zählte bereits 42 aktive und 7 außerordentliche Mitglieder. Am 08. September 1895 erhielt die erste Vereinsfahne ihre feierliche Weihe. Leider ist diese Fahne in den Nachkriegsjahren verschwunden und konnte nicht wiedergefunden werden.

Vorbeugend der oftmals schwierigen Alarmierung zu Brandeinsätzen außerhalb der Gemeinde wurde 1897 ein telegraphischer Alarmapparat (Feuermelder) in der hiesigen Poststelle aufgestellt. 1898 übernahm das Kommando über die Wehr der bereits langjährige Schriftführer und Adjutant August Bothschafter Hauptlehrer zu Grainet, in dessen Stammbuch der Dienst am Mitmenschen in herausragender und beispielhafter Weise geschrieben war. Bothschafter war es auch, dem die Feuerwehr Grainet eine handgeschriebene Chronik verdankt, die von ihm im Jahre 1891 bis 1932 geschrieben wurde

Mit eisernem Griffel hat sich das Schicksal hingegen am 08. September 1911 in das Buch der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Ortschaft Grainet geschrieben. Es wurden bei einem Großbrand die altehrwürdige Nikolauskirche, das Bräuhaus sowie die nachgenannten Anwesen des Herrn Josef Bachsleitner, Frau Anna Pauli, Frau Maria Grabmeier, der Bäckerwitwe Kreszenz Göttl und des Hufschmiedes Max Gutsmiedl ein Raub der Flammen und dabei völlig eingeäschert. Bemerkenswert hierzu der Einsatz von 502 freiwilligen Feuerwehrmännern und 19 Saug- und Druckspritzen.

Im September 1911 schreibt die Freyunger Waldpost:

„Vergangenen Freitag gegen nachmittags 4 Uhr durcheilte den Markt Freyung die Schreckenskunde, dass Grainet in Flammen stehe. Die Freiwillige Feuerwehr Freyung sammelte sich sofort und mit Spritze und Mannschaft ging es dahin, dem Nächsten –treu unserer Devise- zu helfen.

In Grainet angelangt, wurde der Feuerwehr sofort von dem Bezirksstellvertreter Herrn Hauptlehrer Bothschafter, ein alter durch und durch erfahrenen Feuerwehrmann, der Platz angewiesen. Fest wurde eingegriffen und besonders unsere Feuerwehrspritze leistete gute Dienst. Aber auch die erschienen freiwilligen Feuerwehren Rehberg, Fürholz, Vorderfreundorf, Herzogsreut, Hinterschmiding, Kleinphilippsreut, Waldkirchen, Karlsbach, Kreuzberg, Ahornöd, Winklbrunn, Kumreut, Kaining, Schiefweg, Stadl, Böhmzwiesel, Hintereben, Jandelsbrunn, und Annatal arbeiteten mit großer Bravour. Leider konnte der Brand nur auf die ergriffenen Anwesen beschränkt werden. Dem kgl. Regierungsrat de Rudder, welcher auch sofort auf dem Brandplatz erschienen, ist es durch seine Tatkraft und Befehlen zu verdanken, dass alles klipp und energisch durchgeführt wurde nach den Anordnungen des Feuerwehrbefehlshabers Herrn Bothschafter. Ware das erbaute Wasserreservioar in Grainet nicht gewesen, würde das ganze Dorf abgebrannt sein. Die Erbauung ist ein Verdienst des Bezirksersatzvertreters.“ Ein Fingerzweig auch für andere Gemeinden und Ortschaften“:

Ausgebrochen ist das Feuer in der Schauerschen Wirtschaft, früher die große Dafingerbrauerei, jetzt Pucher Waldkirchen gehörig. In rasender Schnelle verbreitete sich das Feuer über die alte historische Nikolauskirche und von da weg über das Waldbauernanwesen. Durch Flugfeuer wurde ergriffen: Göttl, vormals Hohenwarter, Gutsmiedl Schmied, Geschwister Paul und Grabmeier (Granerl. Verbrannt ist bis auf das Vieh alles. Auch Bargeld verbrannte. Trostlos sahen die Brandleider ihr zerstörtes Eigentum. Nur wenige sind versichert mit geringen Beträgen. Der Schaden beträgt 100.000 Mark. Der Brand soll durch eine weggeworfene Zigarre oder Zigarette auf der Kegelbahn entstanden sein. Wiederum eine Mahnung! Leute gebt acht und seit vorsichtig mit Feuer und leicht brennbaren Stoffen. „Besonders den jugendlichen Burschen widmet eure Aufmerksamkeit.“

Der Bürgermeister Bachsleitner bedankte sich in der Zeitung am 10 September 1911 besonders bei den 19 eingesetzten Feuerwehren mit einer großen Danksagung.

„Entzündet das Feuer der Nächstenliebe und des Gemeinsinns“ diesen Leitspruch heftete sich die Wehr am 05. August 1928 (50 – jähriges Gründungsfest) und 2. Fahnenweihe an ihre neue Fahne. Das Amt der Fahnenmutter übernahm Frau Kreszenz Paster aus Grainet.

In den drei Bränden am 10.,11. und 21. Januar 1932 wurde das Schicksal der innerhalb der Gemeinde liegenden Ortschaft Schwendreut besiegelt. Brandstiftung lag in allen drei Fällen vor.

Von den 30er Jahren sowie den Kriegsjahren selbst gibt es nicht viel zu berichten. Herbei ging das gesellschaftliche Leben in Paraden und Aufmärschen unter. Das Feuerlöschwesen kam hierbei völlig zum Erliegen.

Die Wiedergeburt der Freiwilligen Wehr erfolgte 1946 im Hause des damaligen Bürgermeisters Fritz Mandl. Zum 1. Kommandanten wurde Josef Hutterer, Zimmerermeister bestimmt.

1947 konnte die wieder erstarkte Wehr die erste Motorspritze in Empfang nehmen.

Am 28.06.1953 wurde unter dem leitenden Kommandanten und späteren Ehrenvorstand Josef Gutsmiedl das 75-jährige Gründungsfest ausgerichtet.

Die zweite Motorspritze TS/8 wurde 1959 übernommen. Im Jahre 1974 wurde ein weiterer Markstein in der Geschichte der Wehr gesetzt. Das alte Feuerwehrhaus an der Nikolauskirche, das wohl sehr zentral gelegen war, wurde zu klein und es stand die Anschaffung eines Löschfahrzeuges an. Auch wäre das Tor für ein Feuerwehrauto zu klein gewesen.

1974 erfolgte der Neubau eines Gerätehauses am Säumerhügel an Stelle einer alten Dreschwagenhütte. Um das Haus finanzieren zu können beschloss der Gemeinderat unter Bürgermeister Max Fesl die Feuerwehr könne sich im Gemeindewald Holz einschlagen. Unter der Regie von einigen Holzfällern und vielen Feuerwehrmännern wurden vom 28.April bis 02. Mai 1974 über 200 Fm Holz geschlagen, was einen finanziellen Grundstock von über 42.000 DM erbrachte.
Die bautechnische Planung wurde kostenlos vom damaligen Gemeinderat Alois Weinfurter erstellt.

Beim Bau des neuen Gerätehauses mit zwei Stellplätzen sowie einem Schulungsraum im Dachgeschoss wurden 4500 unentgeltliche und freiwillige Arbeitsstunden von der Wehr erbracht.

Im Schulungsraum der ebenfalls in Eigenleistung ausgebaut wurde werden Winterschulungen – zum Teil für alle Wehren in der Gemeinde – durchgeführt. Gelegentlich werden auch Feiern zum Aufbessern der Vereinskasse abgehalten.

Unter dem Vorstand Hugo Hegner und dem Kommandanten Max Gutsmiedl wurde auch ein LF 8 der Marke Daimler Benz angeschafft. Das Fahrzeug war nach dem Beladeplan A bereits mit Atemschutz und einer Schwerschaumausrüstung bestückt. Der Kaufpreis betrug 82.080 DM. Die Eigenleistung der Wehr schlug mit 8000 DM zu buche. Das LF 8 wurde am 21.12.1975 in Dienst genommen. Seit dieser Zeit gibt es in der Wehr auch eine Atemschutz-Staffel, der derzeit 33 Kameraden angehören.

Die Nachbarfeuerwehr Vorderfreundorf unterhielt seit längerem eine Patenschaft mit der Feuerwehr Rhynern bei Hamm in Westfalen. Der damalige Bürgermeister Grabmeier konnte von der dortigen Wehr ein gebrauchtes TLF 16/25 der Marke Magirus Baujahr 1962 zum Preis von 5000 DM erwerben. Das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr Rhynern nach Grainet gebracht und so entstand eine gute Freundschaft zwischen Rhynern und Grainet, die besonders der damalige Kommandant Kurt Wolf sehr förderte. Die Feuerwehr Grainet war nun in Besitz eines Tanklöschfahrzeuges, das am 02.12.1983 in Dienst gestellt wurde.

Bei einem späteren Gegenbesuch der Graineter in Hamm, der allen Beteiligten unvergessen bleiben wird, gab es sogar einen Empfang der Hammer Oberbürgermeisterin Frau Professor Sabine Zech im Rathhaus der Stadt Hamm.

Fahrzeugstand 1984: 1 LF 8 und ein TLF 16/24

Heutiger Stand 2003, mit neuen Toren

Es wurde eine neu Ära in der Wehr eingeleitet. Das Fahrzeug TLF 16/25 war mit Beladeplan B ausgerüstet und hatte Beleuchtung, Atemschutz, Mittel und Schwerschaum, hydraulische Rettungsschere und Spreizer an Bord und leitet das Zeitalter der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen ein.

Die Feuerwehr Grainet im Einsatz ......

Im Februar 1991 wurde unsere Jugendfeuerwehr unter dem jetzigen Kommandanten Hubert Kanamüller aus der Taufe gehoben. Wir begannen mit 12 Buben. Ein Jahr später erklärte sich Martin Kopka bereit in der Jugendgruppe mitzuwirken und so begann die erfolgreiche Arbeit der Jugendfeuerwehr Grainet. 1995 durfte man sogar nach Graz fahren um das Land Bayern zu vertreten und in der Gästeklasse erzielte die Jugendfeuerwehr Grainet sogar den 2. Platz

Jugendfeuerwehr mit Fahnenmutter und damaligen Kommandanten

Das 115-jährige Gründungsfest begingen wir am 22.08.1993. Dieses Fest feierten wir ganz groß und es kamen über 1000 Gäste zur Fahnenweihe, bei strahlendem Sonnenschein. Wir benötigten eine neue Fahne, weil die alte Fahne von 1928 schon sehr mitgenommen war

Jubelverein anlässlich unserem 115-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe 1993

Ein Jahr später nämlich 1994 renovierten wir das Feuerwehrhaus und in der Fahrzeughalle legten wir Fliesen und bauten diesen um.

1995 beschafften wir uns drei Rettungszylinder, da die Technische Hilfe mit Spreizer und Schneidgerät nur bedingt ausreichte. Der Kaufpreis betrug ca. 10 000 DM und wurde von der Wehr selber aufgebracht.

Am 04.01.1997 ließ sich aus gesundheitlichen Gründen unser Kommandant Rudi Gutsmiedl als 1. Kommandant nicht mehr zur Wahl nominieren. Auch unserer 2. Kommandant trat nach 18 Dienstjahren nicht mehr an. Die Freiwillige Feuerwehr Grainet ist den beiden Kommandanten zu großem Dank verpflichtet. Die Arbeit der Beiden ist bewundernswert, denn es ging stetig bergauf. Das Amt der Kommandanten übernahmen Hubert Kanamüller und Martin Kopka, die als Jugendwarte bereits 6 bzw. 7 Jahre aktiv waren.

Unsere alte Tragkraftspritze von 1959 versagte leider immer öfter ihren Dienst und so wurde eine neue TS 8/8 am 20.07.1997 eingeweiht. Das große Ziel der neuen Kommandanten ist die Jugendarbeit und eine gute Ausbildung der Feuerwehrkameraden. So kam es, dass bereits 1997 die ersten Lehrgänge in Grainet abgehalten werden konnten. Mit einem Grundlehrgang und den Wissenstest wurde begonnen. Bis heute blieben diese Lehrgänge erhalten. Hinzu kamen noch Funklehrgänge und BASIS Schulungen und jede Menge Winterschulungen.

Am 05.12.1997 wurde mit einem neuen Notstromaggregat BSKA 8 das Material für die Technische Hilfe vervollständigt. Das alte BSKA 5 war ein Zweitakter und konnte nur sehr schwierig in Betrieb genommen werden, auch war es etwas schwach für unsere Zwecke.

Das Herz einer Feuerwehr, unsere neue TS 8/8 bei der Einweihung 1997

Ab Januar 1998 renovierten unsere Kameraden den Schulungsraum mit Fliesen neu. Es wurde fest zusammengehalten und er erstrahlte im neuen Glanz. Auch eine Küche wurde gekauft.

Ein Jahr später stellten wir unsere Einsatzberichte usw. auf die neue Software BASIS um. Bereits am 24.05.1999 wurde der neue Computer in Dienst gestellt und es wurde sofort mit der Dateneingabe begonnen.

Am Silvester 1999 wurde ein zweiter Atemschutz in das LF 8 eingebaut, da wir so einer Abstufung unseres LF 8, auf ein TSF zuvor kommen wollten und auch mussten. Die Kosten für den Kauf des Atemschutzes wurden von unserer Wehr erbracht.

Ein großes Problem in unserer Wehr war die Alarmierung bei Einsätzen. Sehr viele Kameraden hörten die Sirene nicht. Einige wohnen auch etwas Abseits. So erklärte sich der Gemeinderat mit dem damaligen Bürgermeister Grabmeier Josef, statt einer zweiten Sirene auf Anraten des Kreisbrandrates, Funkmeldeempfänger anzuschaffen. Wir haben zur Zeit 25 Piepser ausgegeben und sind sehr zufrieden. Die Durchführung der Gleichwelle wäre hier aber noch wünschenswert und sozusagen die Krönung der Alarmierung.

Am 15.04. stellte sich die Feuerwehr Grainet in einem Aktionstag vor. Mit Unterstützung der Inspektion stellten hier einige Feuerwehren ihre Fahrzeuge aus und auch das Info Mobil der Versicherungskammer Bayerns informierte die vielen Besucher aus nah und fern. Ein Luftballonwettbewerb und eine Einsatzübung rundeten diesen schönen Tag ab.

 Im Jahre 2000 wurde der Atemschutz des Tankers mit neuen Masken und einem neuen System „ICU“ ausgestattet. Am 12.05.2000 wurde die Mannschaft auf diesem neuen kleinen Computer eingewiesen. Es erlaubt nun unter Einsatzbedingungen mehr Sicherheit für die vorgehenden Trupps.

 Am 29.01.2001 begannen wir mit der Renovierung und Fertigstellung des Feuerwehrhauses. Es wurden neue Tore eingebaut, die jetzt breiter sind und bei Alarm automatisch öffnen. Im Schulungsraum wurde das Dach isoliert und eine neue Holzdecke montiert auch wurde die Elektrik erneuert. Die neue Einrichtung ist variabel und für 86 Gäste ausgelegt. Der Fahnenschrank und eine Schrankwand wurden erneuert und die alte Fahne bekam einen Ehrenplatz.

Bei der Einweihung am 16.03.2001 konnte wir auf ca. 2000 Arbeitsstunden zurückblicken. Am 20.10.2001 wurde eine Erstausrüstung für Ölunfälle angeschafft.

Blick in den neuen Schulungsraum

 

Am 14.09.2002 wurde unserer Feuerwehr eine sehr große Ehre zu Teil. Vertreten durch unseren 1. Kommandanten Hubert Kanamüller, dankte unser Herr Ministerpräsident bei einem Staatsempfang im Schimmelsaal der Residenz in München, den Fluthelfern beim Jahrhunderthochwasser. Wir waren in Grainet und in Passau im Einsatz.

Beim Staatsempfang mit Herrn Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber

Am 12.10.2002 rüsteten wir unseren Computer auf und ergänzten in mit einem Beamer. Ein Beamer erleichtert die Vorbereitung auf den Unterricht und auch bei Versammlungen ist er eine sehr große Hilfe. Im Dezember 2002 wurde die Ausrüstung mit einer Tauchpumpe und einem Lichtmast vervollständigt.

 Der Lichtmast wurde von den beiden Feuerwehrkameraden Fenzl Gerhard und Koßing Jürgen gebaut. Den Beiden, sowie den Kameraden Stadler Max, Weber Josef und Gutsmiedl Rudi gebührt unser besonderer Dank für die guten Ideen aber auch für die Arbeitensätze in letzter Zeit. Natürlich auch allen Helferinnen und Helfern für die vorbildliche Mitarbeit und ihren Einsatz zum Wohle unserer Freiwilligen Feuerwehr Grainet.

 

der Lichtmast in Aktion (Oben und unten neue Alukoffer)